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K o n z e p t i o n
für das Projekt Teen-e-line
Die Problemlage
In der Jugend hat der Übergang von der kindlichen zur erwachsenen Lebensphase eine zentrale Bedeutung. In dieser Phase entwickelt jeder Jugendliche seine eigene Persönlichkeit. Dabei treten jedoch häufig Krisen und Konflikte auf. Immer wieder stößt der Jugendliche auf Grenzen wie z.B. andere Individuen und deren subjektive Wirklichkeit. Außerdem bieten Konsumwaren, Medienangebote, Beziehungen, eine nicht zu überschauende Fülle von Optionen, auch im Bereich von moralischen und weltanschaulichen „Konkurrenzen“.
Jeder Jugendliche steht also vor dem Problem, die Fähigkeit zu entwickeln, als soziales Wesen zu handeln. Die Individualisierung birgt dabei die Gefahr zunehmender Isolation und Vereinzelung. Das wiederum erhöht die Gefahr, dem Leidensdruck in manchen Situationen nicht gewachsen zu sein und zu scheitern.
Für die Bewältigung dieses Spannungsfeldes sind Jugendliche auf verlässliche Beziehungen gerade auch zu Gleichaltrigen angewiesen. Jugendliche bewältigen immer seltener die Anforderungen, die sich aus ihrem Lebensabschnitt ergeben und entwickeln destruktive Strategien (Sucht, Kommerz, Gewalt).
Wegen der heute früher einsetzenden Ablösung von den Eltern und der vorverlagerten Pubertät und psychischen Selbständigkeit ist deshalb unserer Meinung nach schon für das frühe Jugendalter (10-16 Jährige) eine Angebotsstruktur vorzusehen, die den Bedürfnissen nach eigenverantwortlichem Handeln gerecht wird.
Das Projekt
Mit dem Projekt Teen-e-line lernen die Jugendlichen ein Hilfsangebot kennen, dass sie eigenständig und ohne weitere Verpflichtungen in Anspruch nehmen können und welches ihnen einen direkten Zugang ermöglicht. Es handelt sich hierbei um das niederschwelligste Beratungsangebot überhaupt. Die Teen-e-line bietet Jugendlichen die Möglichkeit, in persönlichen Problemsituationen, die sie nicht selbstständig lösen können, sich anonym und unkompliziert von Gleichaltrigen helfen zu lassen. Als Medium dient das Internet. Hier können sich die Jugendlichen an unsere Homepage (www.teen-e-line.de) wenden und dort eine Email mit ihrem Problem hinterlassen. Diese wird von geschulten Jugendlichen unter Aufsicht pädagogischen Fachpersonals bearbeitet und beantwortet.
Im Vorfeld der Projektplanung gingen wir der Frage nach, ob Jugendliche überhaupt in der Lage sind, eine qualifizierte Beratung durchzuführen. Wir kamen zu dem Entschluss, dass es durchaus möglich ist, dass Jugendliche eine sehr gute „From peer to peer“ Beratung durchführen. Oftmals sind es nämlich Jugendliche, die das Umgebungsfeld und die Problemsituationen anderer Jugendlicher am besten nachvollziehen können. Die Kommunikation läuft einfacher ab. Vertrauensebenen können dadurch schneller aufgebaut werden.
Das Angebot hat dabei einen schultypen- und schichtübergreifenden Helferstamm von Jugendlichen aufgebaut, der mittels regelmäßig stattfindender Fortbildungen gemeinsam geschult worden ist, um dann für mindestens ein Jahr im Wechsel zu dritt oder viert an einem Nachmittag in der Woche die Beratung anbietet. Durch die Schaffung dieser Gruppe konnte zugleich eine Vorbild- und Modellfunktion im Sinne der Selbsthilfe installiert werden.
Das Angebot hat dabei einen präventiven Charakter. Folgende Thesen sind der Hintergrund dafür:
- Schwierigkeiten entwickeln sich in Stufen
- sie würden sich häufig nicht in solch großem Ausmaß entwickeln, wenn Hilfen rechtzeitig kämen, wenn präventive Jugendarbeit erreichbar gewesen wäre.
Allerdings darf nicht vergessen werden, dass dieses Beratungsangebot nur als präventive Erstmaßnahme gesehen werden kann. Ziel der Beratungsstelle ist es, den ersten Kontakt zum Klientel herzustellen um ihn dann auf andere, spezialisierte Hilfsangebote zu verweisen.
„Jugendliche übernehmen Verantwortung“, ein wünschenswerter und gesellschaftlich geforderter Anspruch. Im Falle der Teen-e-line kann man sogar davon sprechen, dass Jugendliche für sich selbst Verantwortung übernehmen, Eigeninitiative zeigen, sich ehrenamtlich engagieren und ihre Umwelt aktiv und sinnvoll mitgestalten. <Mit den bisherigen Erfahrungen der Teen-e-line sind wir eindeutig zu dem Entschluss gekommen, dass die Konzeption des Projektes Teen-e-line als Erfolgsrezept gesehen werden muss.
Verantwortlich für die Durchführung des Projektes sind folgende Personen.
Schulsozialarbeit Igersheim: Stefan Rückert
Schulsozialarbeit Bad Mergentheim: Sevim Karakoc
Offene Jugendarbeit Igersheim: Carolin Teufel
Bürgerhaus Igersheim/Gemeinde Igersheim
Möhlerplatz 9
97999 Igersheim
Tel.: 07931/46647
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